Deutzer Hafen

Quartier am Wasser

Städtebauliche Entwicklung Deutzer Hafen Köln

Köln gewinnt ein neues Stadtviertel – In Köln-Deutz reift in attraktiver Lage am Rhein und mit Blick auf den Dom ein einzigartiges Stadtquartier mit einer Fläche von rund 37,7 ha heran. Ein gemischt genutztes Quartier und eine vielfältige Nachbarschaft, ein Ort mit unverwechselbaren, gut proportionierten Stadträumen von hoher ästhetischer Qualität und attraktiven, nutzerfreundlichen Freiräumen. Insgesamt wird angestrebt, etwa 3.000 neue Wohnungen für 6.900 Bewohner anzubieten. Zudem sollen rund 6.000 neue Arbeitsplätze sowie Kitas, eine Grundschule, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangebote entstehen. Derzeit ist eine Geschossfläche von insgesamt rd. 560.000 m² geplant.

Rund um den Deutzer Hafen entsteht also ein neues Stück Köln, das ein lebendiger Teil der Stadt wird, indem es sich in die Umgebung einfügt und auf einen intensiven Austausch mit den angrenzenden Veedeln setzt. Der zukünftige Deutzer Hafen wird zwar ein selbstverständlicher Teil von Deutz sein, und doch zeigt Köln hier insgesamt neue Seiten.

Die städtebauliche Konversion des Deutzer Hafens wird bereits seit mehr als 10 Jahren diskutiert. Nach umfassender Klärung der Voraussetzungen, sind im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Eigentümergespräche die Rahmenbedingungen erörtert worden und durch mehrere rechtliche, technische und wirtschaftliche Gutachten und Studien die Machbarkeit untersucht worden. Inzwischen liegt ein Integrierter Plan als Ergebnis eines kooperativen Verfahrens vor, der die Entwicklungsziele für das Hafenareal konkretisiert.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte die Bedeutung der Umwandlung des Hafens für Kölns Stadtentwicklung: „Die Entwicklung des Deutzer Hafens macht einmal mehr deutlich, dass sich Köln den Herausforderungen einer dynamisch wachsenden Großstadt stellt. Bei der Entwicklung dieses und anderer neuer Quartiere legen wir Wert darauf, Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu organisieren sowie Grün- und Freiflächen mit Aufenthaltsqualität zu integrieren. Die Deutzer Rheinfront wird mit diesem Entwurf deutlich an Qualität gewinnen.“ Sie lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch das bürgerschaftliche Engagement, das bei der Entwicklung des Hafens zum Ausdruck kam. „Über Monate haben zahlreiche Kölnerinnen und Kölner mit uns gemeinsam nach vorn geschaut und sich in der Planung dieses Stadtviertels von Morgen eingebracht. Es war für alle Beteiligten bereichernd, sich über diese Zukunftsaufgabe Gedanken zu machen“, so Reker weiter.

Bis die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in den Deutzer Hafen einziehen können wird der Planungs- und Realisierungsprozess auf verschiedenen Ebenen unter der Einbindung der Öffentlichkeit weitergeführt.

INFOBOX
ThemenStadtentwicklung
Projektentwicklungmoderne stadt
Städtebauliche PlanungCOBE, Kopenhagen
Plangebiet37.7 ha, davon 8.1 ha Wasser
Wohnen~ 3.000 Wohnungen, 30% öffentlich geförderter Wohnraum

Einwohner~ 6.900
Arbeitsplätze~ 6.000
Gesamt BGF550.000 m²
StatusStädtebauliche Planung
Entwicklung bis+ 2030
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Deutzer Hafen

Quartier am Wasser

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Drehbrücke

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Ellmühle

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Neue Hafenbrücke

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Siegburger Straße

5

Poller Wiesen

6

Kranpark

7

Alfred-Schütte-Allee

8

Wasserbecken

9

Bahndamm

2017/18 Integrierter Plan und Planungsrecht

Der COBE-Entwurf wurde 2017 vertieft überarbeitet. Begleitend hierzu wurden verschiedene Fachgutachten zum aktuellen Bestand und zur zukünftigen Entwicklung des Deutzer Hafens erstellt. Der entstandene Integrierte Plan wurde schließlich am 1. März 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Somit ist der Integrierte Plan abgeschlossen und dient dem Bauleitplanverfahren als Grundlage. Der Rat der Stadt Köln hat Beschlüsse zum Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans sowie zur Aufstellung eines Bebauungsplans gefasst.

Vorangegangen war der Beschluss über einen städtebaulichen Entwicklungsbereich: Das Instrument soll die umfassende und zügige Realisierung des Deutzer Hafens mit ca. 3.000 Wohnungen und ca. 6.000 Arbeitsplätzen unterstützen.

2016 Städtebauliches Verfahren / Kauf der Mühlen- und Hafengrundstücke

Fünf interdisziplinäre Teams aus international renommierten Planungsbüros unter Mitwirkung der Bürgerschaft haben sich mit der Frage beschäftigt, wie das Kölner Veedel von morgen aussehen könnte. Die überzeugendste Antwort hat das Kopenhagener Büro COBE in Zusammenarbeit mit Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen), Transsolar (Stuttgart) und knp.bauphysik (Köln) geliefert.

Durch den Kauf der Mühlen und der Hafenflächen in 2016 konnte ein wichtiger Baustein für eine Gesamtentwicklung gesichert werden. Die Grundstücke der weiteren Eigentümer im Planungsgebiet sollen ebenfalls in die Entwicklung einbezogen werden. Hierzu sollen weitere Flächen erworben beziehungsweise Entwicklungsvereinbarungen abgeschlossen werden.

2015 Grundsatzentscheidung

Im Juni 2015 hat sich der Rat der Stadt Köln auf Grundlage dieser Erkenntnisse in einer Grundsatzentscheidung dafür ausgesprochen, den Hafen bei Erhalt der ansässigen Ellmühle zu einem Büro- und Wohnquartier umzugestalten. moderne stadt, die das Gelände in enger Abstimmung mit der Stadt Köln entwickeln will, strebt eine vielfältige Nutzungsmischung mit unterschiedlichen Wohnformen (30 Prozent öffentlich gefördert), mit Büros, Kreativ- und Dienstleistungsgewerbe, kulturellen Einrichtungen sowie attraktiven öffentlichen Frei- und Erholungsräumen an.

2014 Machbarkeitsstudie

Eine Ende 2014 veröffentlichte Machbarkeitsstudie belegt, dass die Hochwasserrisiken bei einer Umnutzung nicht zwangsläufig zunehmen, sondern durch eine städtebaulich geschickte Planung verringert werden können. Bestehende Kaianlagen und wassernahe Zonen können der Studie entsprechend von der Bebauung ausgespart, große Flächen von der bisherigen Nutzung befreit und zu wertvollen Freiräumen modelliert werden, sodass im Falle eines Hochwassers zusätzliche Überschwemmungsflächen zur Verfügung stünden. Darüber hinaus könnten durch den Bau von im Notfall flutbaren Tiefgaragen sowie die Erweiterung des Hafenbeckens im Süden weitere Retentionsräume entstehen.

2009 Standortuntersuchung

Bereits im Jahre 2009 zeigte eine erste Standortuntersuchung die verschiedenen Möglichkeiten einer Umnutzung auf. Sie machte außerdem deutlich, dass die Bedeutung des Hafens zurück geht : Sein Anteil am Umschlag aller Kölner Häfen macht nicht einmal mehr fünf Prozent aus, die Hälfte aller Flächen sind nicht hafenspezifisch genutzt. Eine Revitalisierung des Hafens ist angesichts der umliegenden Wohnbebauung aus Gründen des Lärmschutzes nicht möglich. Die Stadtverwaltung wurde im Anschluss an ein Symposium daher vom Rat beauftragt, gemeinsam mit den Eigentümern und Nutzern des Areals ein zukunftsweisendes Konzept zu erarbeiten.

Bildergalerie

Deutzer Hafen Köln –
Präsentation am 01.03.2018 in der Essigfabrik

Zu der Veranstaltung wird derzeit eine Dokumentation erarbeitet, die ebenfalls zum Download bereit gestellt wird.

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