Sie lobt in diesem Zusammenhang ausdrücklich auch das bürgerschaftliche Engage-ment, das bei der Entwicklung des Hafens zum Ausdruck kam. „Über Monate haben zahlreiche Kölnerinnen und Kölner mit uns gemeinsam nach vorn geschaut und sich in der Planung dieses Stadtviertels von Morgen eingebracht. Es war für alle Beteiligten bereichernd, sich über diese Zukunftsaufgabe Gedanken zu machen“, so Reker weiter.
Der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr, Franz-Josef Höing, würdigt die hohe Qualität der eingereichten Arbeiten: „Alle städtebaulichen Konzepte zeugen auch im Detail von höchstem Niveau. Es ist allen gelungen, die besondere At-mosphäre des künftigen Stadtquartiers aufzuspüren und deutlich werden zu lassen. Der Siegerentwurf liefert nicht nur schlüssige Antworten auf die Fragen zum Hochwasser- und Lärmschutz sowie zur verkehrlichen Erschließung. Er überzeugt auch durch die interessanten Ansätze zur energetischen Versorgung, zur Nutzung beispielsweise von Regenwasserkreisläufen. Nicht zuletzt legt er auch besonderes Augenmerk auf die Gewährleistung der Barrierefreiheit.“
Höing: „Das Büro hat den Bestand klug danach befragt, welche Gebäude erhalten bleiben sollten und was aus alten Strukturen für den neuen Hafen abgeleitet werden kann. Es hat aus all den gewonnen Erkenntnissen eine sehr spezifische Antwort für den Hafen entwickelt. Es ist in der Summe das Konzept eines neuen lebendigen, bunt gemischten Stadtteils, in dem die Vergangenheit spürbar bleibt, der aber den Anforderungen von Morgen in besonderer Weise gerecht wird.“
Das städtebauliche Gerüst sei stabil, aber in sich flexibel, lobte Andreas Röhrig, Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft „moderne stadt“, die das Quartier entwickeln wird: „Die geplanten fünf Unterquartiere können entweder nacheinander oder teils auch gleichzeitig errichtet werden. Auch was einzelne Gebäudenutzungen angeht, hat das Siegerteam einen flexiblen Rahmen geliefert. Somit können wir mit dem Konzept den Anforderungen begegnen, die sich auf dem Weg in die Detailplanungen in den nächsten Jahren ergeben werden. Gerade bei größeren Projekten ist eine solche anpassungsfähige Planung wichtig.“
Im nächsten Schritt wird der Planungsentwurf den politischen Gremien und dem Rat der Stadt Köln vorgelegt. Anschließend soll das Konzept weiter vertieft werden. Im Frühsommer 2017 könnten dann detailliertere Pläne für die Umwandlung des ehemaligen Industriehafens vorliegen.