• Deutzer Hafen

    Hafenplatz mit Domblick
    (c) moderne stadt I COBE

    Visualisierung aus dem Planungsbüro Cobe zur städtebaulichen Vision
  • Deutzer Hafen

    Marktplatz
    (c) moderne stadt I COBE

  • Deutzer Hafen

    Park am Schnellert
    (c) moderne stadt I COBE

  • Deutzer Hafen

    Siegburger Straße
    (c) moderne stadt I COBE

  • Deutzer Hafen

    Promenade Ost – Blick auf Hafenkopf
    (c) moderne stadt I COBE

  • Deutzer Hafen

    Westansicht Rhein
    (c) moderne stadt I COBE

Städtebauliche Entwicklung Deutzer Hafen Köln

Köln gewinnt ein neues Stadtviertel

In Köln-Deutz reift in attraktiver Lage am Rhein und mit Blick auf den Dom ein einzigartiges Stadtquartier mit einer Fläche von rund 37,7 ha heran. Ein gemischt genutztes Quartier und eine vielfältige Nachbarschaft, ein Ort mit unverwechselbaren, gut proportionierten Stadträumen von hoher ästhetischer Qualität und attraktiven, nutzerfreundlichen Freiräumen. Insgesamt wird angestrebt, etwa 3.000 neue Wohnungen für 6.900 Bewohner anzubieten. Zudem sollen rund 6.000 neue Arbeitsplätze sowie Kitas, eine Grundschule, Gastronomie, Kultur- und Freizeitangebote entstehen. Derzeit ist eine Brutto-Grundfläche von insgesamt rd. 560.000 m² geplant.

Rund um den Deutzer Hafen entsteht also ein neues Stück Köln, das ein lebendiger Teil der Stadt wird, indem es sich in die Umgebung einfügt und auf einen intensiven Austausch mit den angrenzenden Veedeln setzt. Der zukünftige Deutzer Hafen wird zwar ein selbstverständlicher Teil von Deutz sein, und doch zeigt Köln hier insgesamt neue Seiten.

Nach umfassender Klärung der Voraussetzungen, sind im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen und Eigentümergespräche die Rahmenbedingungen erörtert worden und durch mehrere rechtliche, technische und wirtschaftliche Gutachten und Studien die Machbarkeit untersucht worden. Der Integrierte Plan fasst die Ergebnisse zusammen und konkretisiert die Entwicklungsziele für das Hafenareal.

Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker betonte die Bedeutung der Umwandlung des Hafens für Kölns Stadtentwicklung: „Die Entwicklung des Deutzer Hafens macht einmal mehr deutlich, dass sich Köln den Herausforderungen einer dynamisch wachsenden Großstadt stellt. Bei der Entwicklung dieses und anderer neuer Quartiere legen wir Wert darauf, Wohnen und Arbeiten an einem Ort zu organisieren sowie Grün- und Freiflächen mit Aufenthaltsqualität zu integrieren. Die Deutzer Rheinfront wird mit diesem Entwurf deutlich an Qualität gewinnen.“

Bis die ersten Bewohnerinnen und Bewohner in den Deutzer Hafen einziehen können wird der Planungs- und Realisierungsprozess auf verschiedenen Ebenen unter der Einbindung der Öffentlichkeit weitergeführt.

INFOBOX
ThemenStadtentwicklung
Projektentwicklungmoderne stadt
Städtebauliche PlanungCOBE, Kopenhagen
Plangebiet37.7 ha, davon 8.1 ha Wasser
Wohnen~ 3.000 Wohnungen, 30% öffentlich geförderter Wohnraum

Einwohner~ 6.900
Arbeitsplätze~ 6.000
Gesamt BGF550.000 m²
StatusStädtebauliche Planung
Entwicklung bis+ 2030
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Baufeld 01

Auermühle

2
Baufeld 02

Ellmühle

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Neue KfZ-Hafenbrücke
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Kulturplatz
5
Siegburger Straße
6
Marktplatz
7
Neue Rad- und
Gehwegbrücke
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Hafenplatz
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Baufeld 07
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Energie-Hub
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Kranpark
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Alfred-Schütte-Allee
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Holzhalle
Deutzer Hafen
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Hafenpark
15
Historische
Drehbrücke

DIE THEMEN IM DEUTZER HAFEN

Im Deutzer Hafen entsteht ein Stück Zukunft Kölns – ein Quartier, das Verantwortung, Gestaltung und Leben neu verbindet. Nachhaltigkeit wird hier mit Haltung gedacht, Freiräume werden zu Lebensräumen, Energie fließt intelligent und erneuerbar, und Infrastruktur schafft Verbindungen für Menschen und Ideen. Kunst begleitet diesen Wandel, eröffnet neue Perspektiven und macht den Hafen schon heute zu einem Ort, an dem Stadt, Gemeinschaft und Kreativität gemeinsam wachsen.

NACHHALTIGKEIT MIT HALTUNG

Hier entsteht ein Ort, an dem Nachhaltigkeit kein Schlagwort, sondern gelebte Haltung ist. Vom Handbuch, das den Weg weist, bis zu den Bienenvölkern, die auf dem Gelände summen, wird gezeigt, wie Stadt, Klima und Gemeinschaft zusammen gedacht werden können.

Das Nachhaltigkeitshandbuch

Der Deutzer Hafen wird ein Quartier der Zukunft – klimafit, lebenswert und verantwortungsvoll geplant. Damit das gelingt, braucht es nicht nur gute Ideen, sondern auch verlässliche Leitplanken: Das von moderne stadt herausgegebene „Handbuch Nachhaltigkeit Deutzer Hafen Köln“ bietet genau das. Das Handbuch richtet sich an alle, die an der Planung, Entwicklung und Umsetzung des Quartiers beteiligt sind – von der Verwaltung über Fachplaner bis zu Bauherren. Vor allem aber richtet es sich an die Kölner Bürgerinnen und Bürger.

Das Nachhaltigkeitshandbuch ergänzt die städtebaulichen Vorgaben des Integrierten Plans des dänischen Architekturbüros COBE um ein umfassendes Nachhaltigkeitskonzept, das auf die Ziele der Stadtstrategie 2030+ der Stadt Köln, bestehende Machbarkeitsstudien, und auf das Zertifizierungsverfahren der Deutsche Gesellschaft für nachhaltiges Bauen(DGNB) abgestimmt ist. Ziel ist ein Quartier, das wirtschaftliche, soziale und ökologische Qualität zusammen denkt.

Das „Handbuch Nachhaltigkeit Deutzer Hafen Köln“ wird von moderne stadt herausgegeben und wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Köln, Buro Happold (Berlin) und Cobe (Kopenhagen) verfasst. Über diesen Link können Sie das PDF Handbuch Nachhaltigkeit Deutzer Hafen herunterladen.

Der Hafen Honig: Nachhaltigkeit, die schmeckt

Nachhaltigkeit beginnt für uns nicht erst mit dem Bau, sondern schon in der Entwicklungsphase des Quartiers: Ein Beispiel dafür sind die Bienenvölker, die als „Zwischennutzer“ im Baugebiet angesiedelt wurden.

Sie sammeln Nektar aus den Pionierpflanzen auf dem Gelände, den Lindenbäumen der Alfred-Schütte-Allee sowie den angrenzenden Poller Wiesen. Der daraus gewonnene Hafen Honig zeigt, wie Natur und Stadtentwicklung frühzeitig zusammengedacht werden – ein Ansatz, der sich auch in der zukünftigen Gestaltung des Quartiers widerspiegelt und der zeigt, wie man schon in der Vorbereitungsphase ökologisches Potenzial heben kann – durch Bestäubung, Honigproduktion und Sichtbarkeit für Biodiversität im urbanen Raum.

LEBENSRAUM GESTALTEN

Im Deutzer Hafen entstehen Freiräume, die mehr sind als Wege zwischen Gebäuden – sie sind Orte der Begegnung, Erinnerung und Zukunft. Das Freianlagen-Handbuch zeigt, wie aus industrieller Vergangenheit lebendige Stadträume werden, die Klimaresilienz, Gestaltung und Gemeinschaft vereinen.

DAS FREIANLAGEN-HANDBUCH

Der Deutzer Hafen wandelt sich – von einem historischen Industrieareal zu einem zukunftsgerichteten, lebendigen Stadtquartier. Gleich zu Beginn setzen wir die öffentlichen Freiräume ins Zentrum dieser Entwicklung: Promenaden, Parks und Plätze, die Menschen verbinden, Geschichte bewahren und Zukunft gestalten.

Das Handbuch öffentlicher Freiraum beschreibt diesen Wandel und, wie aus gedachten Zwischenräumen echte Lebensräume entstehen.

Das Handbuch formuliert klare gestalterische Prinzipien für ein urbanes, klimaresilientes und sozial durchmischtes Quartier. Ob Stadtbäume, Kaimauer oder Fahrradstraße – das Handbuch übersetzt Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Deutzer Hafens in Materialien, Formen und Nutzungsideen. Die Grundlage bildete ein intensiver Dialog zwischen Stadtgesellschaft und Planenden. Getestet im Reallabor, weiterentwickelt mit jedem Planungsschritt, dient das Handbuch als lebendiges Instrument für Qualität und Haltung im öffentlichen Raum.


Lernen Sie das Freianlagenkonzept hinter Kölns neuem Quartier kennen – und laden Sie hier die aktuelle Version herunter:
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BALD ERSTE UMSETZUNGEN

Die Freiräume werden frühzeitig realisiert – als erste sichtbare Bausteine des neuen Quartiers. Sie machen die Entwicklung des Deutzer Hafens für alle erlebbar, schaffen Aufenthaltsqualität und verleihen dem Ort von Beginn an Charakter und Identität.

Das Handbuch ist damit Planungsinstrument, Qualitätsversprechen und Einladung zugleich – an alle, die den Deutzer Hafen baulich mitgestalten oder als neue Nachbarschaft entdecken wollen. Erste Umsetzungsmaßnahmen starten bereits Ende des Jahres 2025.

ENERGIE NEU DENKEN

Im Deutzer Hafen wird Energie nicht nur verbraucht, sondern bewusst gestaltet – effizient, regenerativ und vernetzt. Das Energiekonzept von moderne stadt verbindet Klimaschutz mit Lebensqualität: mit erneuerbaren Quellen, intelligenten Netzen und gemeinschaftlichen Lösungen, die zeigen, wie urbane Energieversorgung nachhaltig und sozial zugleich sein kann.

Photovoltaik & Niedertemperatur-Fernwärme

Im Deutzer Hafen wird die Energieversorgung weitgehend regenerativ gedacht: Große Dach- und Fassadenflächen sind für Photovoltaik vorgesehen, um vor Ort Strom zu erzeugen. Parallel dazu wird ein klimaneutrales Fernwärmenetz mit niedrigen Vorlauftemperaturen aufgebaut, das unter anderem Abwasserwärme- und Wärmepumpentechnik nutzt, um Wärme- und Kälteversorgung effizient und ressourcenschonend sicherzustellen. Damit entsteht eine Energieinfrastruktur, die weniger auf fossile Energieträger setzt und stattdessen lokal erzeugte Energie, moderne Netze und intelligente Technik zusammenbringt.

EnergyHub & Elektromobilitäts-Integration

Ein zentraler Baustein im Energiekonzept ist der sogenannte „EnergyHub“ – eine Energiezentrale mit Umspannwerk, die als Herzstück der Strom- und Wärmeversorgung fungiert. Zugleich wird die zunehmende Elektromobilität im Quartier von Anfang an mitgedacht: Ladestationen, Mobilitätsstationen und eine Vernetzung von Verkehr, Energieversorgung und Gebäude machen das Quartier fit für die Zukunft. So entsteht eine integrale Infrastruktur, die Energie, Mobilität und Quartiersentwicklung zugleich gestaltet und nicht als getrennte Systeme betrachtet.

INFRASTRUKTUR MIT ZUKUNFT

Im Deutzer Hafen entsteht eine Infrastruktur, die weit über Straßen und Leitungen hinausgeht. Sie verbindet Menschen, Mobilität und Energie – mit modernen Verkehrswegen, neuen Mobilitätsstationen, klimagerechter Versorgung und sozialer Infrastruktur wie Schulen, Kitas und Freiräumen. So wächst ein Quartier, das auf Verbindung, Vielfalt und Alltagstauglichkeit setzt.

Mobilitäts- und Erschließungsnetz

Die Erschließung des neuen Quartiers startet mit dem Teilplan Infrastruktur, der Straßen, Wege, Grün- und Freiräume rechtlich und planerisch absichert. Neben der klassischen Verkehrsinfrastruktur beinhaltet das Mobilitätskonzept im Deutzer Hafen auch neue Mobilitätsstationen, verbesserte Rad- und Fußwege sowie Anbindungen an den ÖPNV. Damit entsteht nicht nur ein neues Wohn- und Arbeitsgebiet, sondern eines, das gut erreichbar ist, nachhaltig vernetzt und auf verschiedene Verkehrsmittel vorbereitet.

Soziale & technische Infrastruktur

Ergänzend zur Erschließung wird im Quartier gezielt Infrastruktur für Bildung, Gemeinschaft und Versorgungsnetze aufgebaut: So sichert der Teilplan Infrastruktur etwa eine fünfzügige Grundschule, Kitas sowie öffentliche Grün- und Erholungsräume. Gleichzeitig wird technische Infrastruktur wie Strom- und Wärmeversorgung, Kommunikations- und Versorgungstechnik integriert geplant – die Grundlage dafür, dass Wohnen und Arbeiten in einem modernen Stadtteil reibungslos funktionieren.

DIE BAUFELDER

Beim neuen Quartier Deutzer Hafen Köln entstehen auf rund 38 Hektar vielfältige Baufelder, die Wohnen, Arbeiten, Kultur und Mobilität neu denken – von gemischten Nutzungen über Gewerbe bis hin zu Bildungs- und Freirauminfrastruktur. Jedes dieser Baufelder ist bewusst als Unikat konzipiert: Hochwertige Architektur, ökologische Nachhaltigkeit und urbane Vielfalt sollen hier gemeinsam eine neue Stadtnachbarschaft formen.

Vom Hafengelände zum Lebensraum der Zukunft

Der Deutzer Hafen steht für die Transformation einer industriell geprägten Fläche in ein modernes Stück Stadt. Wo früher Güter verladen wurden, entstehen heute Wohnungen, Arbeitsräume, Bildungs- und Freizeitangebote. Neue Wege, Plätze und Uferzonen schaffen Raum für Begegnung und Bewegung. Die Planung folgt dabei klaren Zielen: kurze Wege, klimafreundliche Mobilität, nachhaltige Energieversorgung und sozial gemischte Nachbarschaften. So wird aus einem einst geschlossenen Hafenareal ein offenes Quartier für alle Generationen.

Baufelder als Bausteine der modernen Stadt

Mit den einzelnen Baufeldern nimmt die Vision Schritt für Schritt Gestalt an. Jedes Baufeld ist eigenständig konzipiert – architektonisch prägnant, funktional vielfältig und im Einklang mit seiner Umgebung. Hier entstehen Räume zum Wohnen und Arbeiten, ergänzt durch Bildungseinrichtungen, Grünflächen und Orte für Kultur und Gemeinschaft. Die modernen stadt Köln steuert und begleitet diesen Prozess mit dem Anspruch, ein zukunftsfähiges Quartier zu schaffen, das die Verbindung von Mensch, Wasser und Stadt neu definiert.

So entsteht im Deutzer Hafen kein isoliertes Neubaugebiet, sondern ein lebendiger Teil Kölns – ein Ort, an dem Geschichte, Gegenwart und Zukunft am Rhein aufeinandertreffen und gemeinsam weiterwachsen.

VOR ORT & IM DIALOG

Von der Baustellenführung bis zum Hafentag – der Deutzer Hafen ist nicht nur ein Projekt, sondern ein Ort im Wandel, der erlebbar bleibt. Im Infopoint warten vor Ort aktuelle Informationen von Fachplaner:innen, Sie erfahren Bauhintergründe und erhalten tiefe Einblicke. Öffnungszeiten und Adresse etc. finden Sie unten im Beitrag. Melden Sie sich für unseren Newsletter an oder besuchen Sie eines der nächsten Events vor Ort. Die Baustellenkommunikation liefert regelmäßig Updates aus Planung und Umsetzung – Auszüge dazu finden Sie nachstehend.

BAUSTELLENKOMMUNIKATION

Im Deutzer Hafen entsteht eine Infrastruktur, die weit über Straßen und Leitungen hinausgeht. Sie verbindet Menschen, Mobilität und Energie – mit modernen Verkehrswegen, neuen Mobilitätsstationen, klimagerechter Versorgung und sozialer Infrastruktur wie Schulen, Kitas und Freiräumen. So wächst ein Quartier, das auf Verbindung, Vielfalt und Alltagstauglichkeit setzt.

Ein neues Stadtquartier entsteht

In den kommenden Jahren wird der Deutzer Hafen zu einem dichten, vielseitigen und lebendigen Stadtquartier entwickelt. Ausgangspunkt dieser Transformation ist die Aufgabe der bisherigen Nutzung als Industriehafen. Aufgrund der zentralen Lage, der kleinteiligen Flächenzuschnitte sowie bestehender Verkehrs- und Lärmkonflikte war die industrielle Nutzung nicht mehr zeitgemäß. Dadurch eröffnen sich für dieses außergewöhnlich gelegene Areal am Rhein – mit direktem Blick auf das Kölner Stadtpanorama – neue, zukunftsorientierte städtebauliche Perspektiven.

Rahmenplan: Baustelle Deutzer Hafen

Die Stadt Köln und ihre Entwicklungsgesellschaft moderne stadt treiben die Entwicklung der rund 37 Hektar großen Fläche in einem mehrstufigen Verfahren voran. Grundlage ist ein Integrierter Plan, der aus einem Werkstattverfahren mit interdisziplinären Planungsteams hervorgegangen ist. Der Entwurf des Siegerbüros, des Kopenhagener Architekturbüros COBE, wurde im sogenannten Quartiersbuch ausgearbeitet und wird kontinuierlich fortgeschrieben, vertieft und präzisiert.

Für die Entwicklung des Deutzer Hafens sind verbindliche Festlegungen zur Nutzung öffentlicher und privater Flächen erforderlich. In einem ersten Schritt hat die Stadt Köln daher die Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Bebauungsplan „Infrastruktur“ auf den Weg gebracht. Dieser Plan sichert alle öffentlichen Flächen und definiert ihre Zweckbestimmung. Er bildet ein stabiles Grundgerüst für die städtebauliche Entwicklung und setzt zentrale Ziele um. So werden unter anderem:

  • ausreichend Flächen in zentraler Lage für eine Schule, Kindertagesstätten und Sportanlagen vorgesehen
  • die gesamte Uferlinie – sowohl entlang des Hafenbeckens als auch am Rhein – für öffentliche Promenaden und begrünte Freiräume mit hoher Aufenthaltsqualität gesichert
  • großzügige Bereiche für drei öffentliche Parkanlagen und sechs Stadtplätze reserviert
  • ein effizientes, klimagerechtes Erschließungssystem mit kurzen Wegen für den künftigen Verkehr festgelegt
  • sowie Flächen für die Ver- und Entsorgung, insbesondere für eine Energiezentrale mit innovativen, nachhaltigen Energieträgern, am Rand des Quartiers ausgewiesen.

Parallel dazu wird der Integrierte Plan in aufeinander aufbauenden Qualifizierungs- und Wettbewerbsverfahrenweiter ausgearbeitet. Dabei werden beispielsweise die Gestaltung der Parks und Plätze konkretisiert und Entwürfe für neue Brückenbauwerke entwickelt.

Flexible Entwicklung der Baufelder

Die einzelnen Baufelder sind im ersten Bebauungsplan noch nicht festgelegt, um ihre Entwicklung schrittweise und inhaltlich flexibel gestalten zu können. Das Quartiersbuch definiert jedoch mit dem von COBE entwickelten „Deutzer Block“ ein klares städtebauliches Grundprinzip: eine moderne Interpretation des klassischen Gebäudeblocks, die den industriellen Bestand aufgreift. Sie kombiniert geschützte Innenhöfe mit einer vielfältigen Randbebauung unterschiedlicher Höhen und Fassaden – und schafft so die Grundlage für eine lebendige, urbane Struktur im neuen Deutzer Hafen.

KUNST IM DEUTZER HAFEN

Im Deutzer Hafen wird Kunst Teil des Alltags – zwischen Hafenbecken, Industriehistorie und neuem Stadtviertel entstehen temporäre Installationen, Ausstellungen und partizipative Projekte, die Raum für Kreativität und Begegnung schaffen. Das Kunstkonzept der moderne stadt GmbH lädt Künstlerinnen und Bürgerinnen gleichermaßen ein, Orte gemeinsam neu zu denken und inszeniert so Kunst als integralen Baustein urbaner Entwicklung.

Der Deutzer Hafen in Köln entwickelt sich nicht nur baulich und städteplanerisch zu einem neuen Quartier – auch künstlerisch wird hier bereits Zeichen gesetzt. Im Rahmen der Quartiersentwicklung durch die moderne stadt GmbH wurden Kunstwerke und Kulturprojekte initiiert, die das Hafenareal als urbane Bühne begreifen und Stadtentwicklung und Kunst gleichrangig denken.

Beispielhaftes Kunstwerk: „SEE THINGS FROM THE OTHER SIDE“ von Tim Etchells

Ein herausragendes Beispiel ist die großformatige Neonschrift „SEE THINGS FROM THE OTHER SIDE“, die auf der verbliebenen Konstruktion eines 29 Meter breiten Industriekrans im Deutzer Hafen installiert wurde.

Der Schriftzug ist in zwei Richtungen erkennbar: eine Seite blickt zum Rhein, die andere ins Quartier.

Gefertigt aus roten Neonröhren auf weißen Dibond‑Buchstaben, erzeugt das Werk auch bei Nacht eine starke Präsenz – inklusive Spiegelung im Wasser.

Inhaltlich lädt das Werk zur Perspektivwechsel ein: es ruft dazu auf, urbane Räume, ihre Geschichte und ihre Zukunft „von der anderen Seite“ zu betrachten – symbolisch wie real.

Damit markiert das Kunstwerk den Startpunkt einer künstlerischen Einbindung in die Quartiersentwicklung: Kunst wird nicht nur dekorativ, sondern integraler Bestandteil des öffentlichen Raums.

Weitere Kultur‑ und Kunstprojekte

Neben dieser markanten Installation beleben temporäre und partizipative Kunstprojekte den Deutzer Hafen:

Die Pop‑Up‑Ausstellung „Sous Sol 3“ zeigt in einem leerstehenden Hallenkomplex des Quartiers 30 Positionen zeitgenössischer Kunst (Malerei, Skulptur, Fotografie, Film, Performance).

Das Projekt KDH – Kunst im Deutzer Hafen greift lokal‑historische Bezüge auf, etwa mit Lichtinstallationen in der ehemaligen „Holzhalle“ oder Collagen am Rheinufer – mit Bürgerinnen, Künstlerinnen und dem Ort im Dialog.

Bedeutung und Wirkung

Kunst im Deutzer Hafen übernimmt mehrere Funktionen:

Sie schafft Identität und verbindet die industrielle Vergangenheit des Ortes mit einer urbanen Zukunft.

Sie öffnet den Raum für Teilnahme, denn Kunstprojekte laden Bewohner*innen und Stadtgesellschaft zur Mitwirkung ein.

Sie markiert das Quartier nicht nur als Wohn‑ und Arbeitsraum, sondern als kulturellen Lebensraum, in dem Kunst gleichwertig zu Infrastruktur und Freiraum gedacht wird.

Sie unterstützt die Vision der modernen stadt GmbH für den Deutzer Hafen als gemischtes, nachhaltiges und lebendiges Viertel, in dem Gestaltung, Leben und Geschichte zusammenfinden.

INFOPOINT IM DEUTZER HAFEN

Möchten Sie wissen, wie sich das neue Quartier am Deutzer Hafen in Köln entwickelt – mitten in der Stadt, direkt am Rhein? Dann besuchen Sie unseren Info-Point: Ein Ort für Dialog, Austausch und echte Einblicke in die Zukunft des Quartiers. Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 17 bis 19 Uhr sind wir für Sie da – kommen Sie vorbei, informieren Sie sich und bringen Sie Ihre Fragen mit!

Alle Infos auf einen Blick

Ort:

ehemalige Mühlenverwaltung
Siegburger Straße 108
50679 Köln – Stadtteil Deutz.

Öffnungszeiten:

Jeden zweiten Donnerstag im Monat von 17:00 bis 19:00 Uhr.
Nachfolgende Termine bis Jahresende:

  • 11. September 2025
  • 9. Oktober 2025
  • 13. November 2025
  • 11. Dezember 2025

Worum geht es?

Der Info-Point ist eine Anlaufstelle für alle Interessierten – sowohl Bürgerinnen als auch Anwohnerinnen – der neuen Quartiersentwicklung am Deutzer Hafen.

Sie erhalten Einblicke in die Bewegte Geschichte des Ortes und bekommen Informationen zur spannenden Zukunft des Quartiers.

Das Team vor Ort steht Ihnen Rede und Antwort: aktuelle Planungsstände, nächste Schritte, Beteiligungsmöglichkeiten.

Hinweis zur Barrierefreiheit:

Der Zugang zum Info-Point erfolgt über sieben Stufen, von denen die ersten drei kein Handlauf oder Geländer haben. Die Toiletten befinden sich im 1. Obergeschoss und es gibt keinen Aufzug. Bitte beachten Sie das bei Ihrem Besuch.

DER HAFENTAG

Der Hafentag machte erlebbar, wie im Deutzer Hafen Zukunft entsteht. Zwischen Wasser, Baustellen und neuen Perspektiven wurde sichtbar, wie ein urbanes Quartier wächst – mit Raum für Wohnen, Arbeiten, Freizeit und Gemeinschaft. Ein Tag, der zeigte, wie Köln seine Hafenflächen in lebendige Stadträume von morgen verwandelt.

Im Deutzer Hafen zeigt sich, wie Köln Zukunft baut – am Wasser, im Dialog und mit klarer Vision. Der Hafentag der modernen stadt machte für viele Besucherinnen und Besucher erstmals erlebbar, wie auf dem ehemaligen Industrieareal ein neuer, lebendiger Stadtteil entsteht. Zwischen Baustellenführungen, Infoständen und Gesprächen mit Planerinnen, Architekten und Bürgern wurde deutlich: Hier wächst ein Quartier, das auf Offenheit, Nachhaltigkeit und Gemeinschaft setzt. Der Hafentag verband Information mit Erlebnis – und machte sichtbar, wie Köln an einem Ort arbeitet, der Stadtentwicklung zum Anfassen bietet.

Vom Hafengelände zum Lebensraum der Zukunft

Der Deutzer Hafen steht für die Transformation einer industriell geprägten Fläche in ein modernes Stück Stadt. Wo früher Güter verladen wurden, entstehen heute Wohnungen, Arbeitsräume, Bildungs- und Freizeitangebote. Neue Wege, Plätze und Uferzonen schaffen Raum für Begegnung und Bewegung. Die Planung folgt dabei klaren Zielen: kurze Wege, klimafreundliche Mobilität, nachhaltige Energieversorgung und sozial gemischte Nachbarschaften. So wird aus einem einst geschlossenen Hafenareal ein offenes Quartier für alle Generationen.

Baufelder als Bausteine der modernen Stadt

Mit den einzelnen Baufeldern nimmt die Vision Schritt für Schritt Gestalt an. Jedes Baufeld ist eigenständig konzipiert – architektonisch prägnant, funktional vielfältig und im Einklang mit seiner Umgebung. Hier entstehen Räume zum Wohnen und Arbeiten, ergänzt durch Bildungseinrichtungen, Grünflächen und Orte für Kultur und Gemeinschaft. Die modernen stadt Köln steuert und begleitet diesen Prozess mit dem Anspruch, ein zukunftsfähiges Quartier zu schaffen, das die Verbindung von Mensch, Wasser und Stadt neu definiert.

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2021 Brückenwettbewerb KfZ- sowie Rad- und Gehweg-Brücke

Aus den 10 Einreichungen aus dem In- und Ausland hat sich der Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Mayr Ludescher Partner Beratende Ingenieure PartGmbB / karl und p Gesellschaft von Architekten mbH (München) hervorgetan. Der ausgezeichnete Entwurf überzeugte mit der eleganten Zurückhaltung der Cortenstahl-Konstruktionen, die auf zeitgemäße Weise den industriellen Hafencharakter zitieren und dennoch sehr souverän zum Erleben des Ortes beitragen werden. Sowohl die KfZ- als auch die Rad- und Gehweg-Brücke werden von vergleichsweise filigranen Pylonen und Abspannungen getragen und bieten über das Hafenbecken hinweg einen eleganten Rahmen für das Panorama in beide Blickrichtungen, zum Dom und in das neue Quartier hinein.

2020 DGNB – Quartierszertifizierung

Die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) zeichnete das Quartier Deutzer Hafen Köln mit einem Vorzertifikat in Platin aus. Mit einem Ergebnis von 83,3 Prozent Gesamterfüllung wurde das Quartier lange bevor es tatsächlich zum Leben erwacht, besser beurteilt als für das Erreichen der Spitzenkategorie erforderlich. Unter den fünf Hauptkriterien des Zertifikats hat der Deutzer Hafen insbesondere in den Disziplinen „Soziokulturelle und Funktionale Qualität“, „Ökologische Qualität“ sowie „Prozessqualität“ überdurchschnittlich abgeschnitten.

2017/18 Integrierter Plan und Planungsrecht

Der COBE-Entwurf wurde 2017 vertieft überarbeitet. Begleitend hierzu wurden verschiedene Fachgutachten zum aktuellen Bestand und zur zukünftigen Entwicklung des Deutzer Hafens erstellt. Der entstandene Integrierte Plan wurde schließlich am 1. März 2018 der Öffentlichkeit vorgestellt und den politischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt. Somit ist der Integrierte Plan abgeschlossen und dient dem Bauleitplanverfahren als Grundlage. Der Rat der Stadt Köln hat Beschlüsse zum Änderungsverfahren des Flächennutzungsplans sowie zur Aufstellung eines Bebauungsplans gefasst.

Vorangegangen war der Beschluss über einen städtebaulichen Entwicklungsbereich: Das Instrument soll die umfassende und zügige Realisierung des Deutzer Hafens mit ca. 3.000 Wohnungen und ca. 6.000 Arbeitsplätzen unterstützen.

2016 Städtebauliches Verfahren / Kauf der Mühlen- und Hafengrundstücke

Fünf interdisziplinäre Teams aus international renommierten Planungsbüros unter Mitwirkung der Bürgerschaft haben sich mit der Frage beschäftigt, wie das Kölner Veedel von morgen aussehen könnte. Die überzeugendste Antwort hat das Kopenhagener Büro COBE in Zusammenarbeit mit Ramboll Studio Dreiseitl (Überlingen), Transsolar (Stuttgart) und knp.bauphysik (Köln) geliefert.

Durch den Kauf der Mühlen und der Hafenflächen in 2016 konnte ein wichtiger Baustein für eine Gesamtentwicklung gesichert werden. Die Grundstücke der weiteren Eigentümer im Planungsgebiet sollen ebenfalls in die Entwicklung einbezogen werden. Hierzu sollen weitere Flächen erworben beziehungsweise Entwicklungsvereinbarungen abgeschlossen werden.

2015 Grundsatzentscheidung

Im Juni 2015 hat sich der Rat der Stadt Köln auf Grundlage dieser Erkenntnisse in einer Grundsatzentscheidung dafür ausgesprochen, den Hafen bei Erhalt der ansässigen Ellmühle zu einem Büro- und Wohnquartier umzugestalten. moderne stadt, die das Gelände in enger Abstimmung mit der Stadt Köln entwickeln will, strebt eine vielfältige Nutzungsmischung mit unterschiedlichen Wohnformen (30 Prozent öffentlich gefördert), mit Büros, Kreativ- und Dienstleistungsgewerbe, kulturellen Einrichtungen sowie attraktiven öffentlichen Frei- und Erholungsräumen an.

2014 Machbarkeitsstudie

Eine Ende 2014 veröffentlichte Machbarkeitsstudie belegt, dass die Hochwasserrisiken bei einer Umnutzung nicht zwangsläufig zunehmen, sondern durch eine städtebaulich geschickte Planung verringert werden können. Bestehende Kaianlagen und wassernahe Zonen können der Studie entsprechend von der Bebauung ausgespart, große Flächen von der bisherigen Nutzung befreit und zu wertvollen Freiräumen modelliert werden, sodass im Falle eines Hochwassers zusätzliche Überschwemmungsflächen zur Verfügung stünden. Darüber hinaus könnten durch den Bau von im Notfall flutbaren Tiefgaragen sowie die Erweiterung des Hafenbeckens im Süden weitere Retentionsräume entstehen.

2009 Standortuntersuchung

Bereits im Jahre 2009 zeigte eine erste Standortuntersuchung die verschiedenen Möglichkeiten einer Umnutzung auf. Sie machte außerdem deutlich, dass die Bedeutung des Hafens zurück geht: Sein Anteil am Umschlag aller Kölner Häfen macht nicht einmal mehr fünf Prozent aus, die Hälfte aller Flächen sind nicht hafenspezifisch genutzt. Eine Revitalisierung des Hafens ist angesichts der umliegenden Wohnbebauung aus Gründen des Lärmschutzes nicht möglich. Die Stadtverwaltung wurde im Anschluss an ein Symposium daher vom Rat beauftragt, gemeinsam mit den Eigentümern und Nutzern des Areals ein zukunftsweisendes Konzept zu erarbeiten.

Bildergalerie

  1. Bildreihe: Informationstag im Deutzer Hafen am 7. Sept. 2021
  2. Bildreihe: Frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit am 9. April 2019 in der Essigfabrik
  3. Bildreihe: Präsentation des Integrierten Plans am 1. März 2018

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